Wir haben für Sie zum Thema Auslandsschulen einen Nachrichtenspiegel zusammengestellt, der Ihnen die aktuelle Situation der Deutschen Auslandsschulen veranschaulichen soll.
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02.07.2010
TIMSS Übergangsstudie untersucht den Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen
Schavan: Kreative Potenziale aus allen sozialen Schichten müssen gefördert werden
Mit der sogenannten TIMSS-Übergangsstudie "Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule - Leistungsgerechtigkeit und regionale, soziale und ethnisch-kulturelle Disparitäten" liegen nun erstmals bundesweit repräsentative Daten für den Übergang in die weiterführenden Schulen vor. "Unsere Wissensgesellschaft gründet auf den kreativen Potenzialen aus allen sozialen Schichten", so Bundesbildungsministerin Annette Schavan anlässlich der Veröffentlichung der Studie. "Deshalb müssen wir in noch weit höherem Maße durch gezielte Forschung herausfinden, wie zusätzlich individuelle Förderung gelingt." Die Erkenntnisse der TIMSS-Übergangsstudie, so Bundesministerin Annette Schavan anlässlich der Veröffentlichung "sind ein Plädoyer für ein noch durchlässigeres Bildungssystem." Die Studie entstand unter der Leitung des scheidenden Direktors des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Jürgen Baumert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe einer der kritischsten Punkte ist, an dem soziale Ungleichheit entsteht. Daraus schlussfolgert Prof. Baumert, dass es zukünftig weit mehr erforderlich ist, diese ,Gelenkstellen im Bildungssystem' ganz besonders sensibel auszutarieren.
"Der Lernerfolg an deutschen Schulen ist noch immer eng an den sozialen Status gekoppelt. Die Chancen von Jugendlichen aus der Oberschicht, ein Gymnasium zu besuchen sind derzeit dreimal so hoch, wie die Gleichaltriger aus Arbeiterfamilien", so Jürgen Baumert. "Im Wesentlichen konnten wir drei Faktoren für den Übergang auf die weiterführende Schule verantwortlich machen: die objektive Leistung der Schülerinnen und Schüler, deren Leistungs- und Eignungsbeurteilung durch die Lehrkräfte sowie die soziale Herkunft. Von herausragender Bedeutung waren die objektiven Schülerleistungen, die fast die Hälfte des Verteilungsmusters an den verschiedenen Schulformen erklären", ergänzt Baumert. Weiterführende Analysen der Mitautoren Kai Maaz und Gabriel Nagy weisen darauf hin, dass dreiviertel des sozialen Herkunftseffekts, der beim Übergang sichtbar wird, bereits vor und während der Grundschulzeit entsteht.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat diese Übergänge schon frühzeitig in den Blick genommen. Neben der Fortsetzung des Ganztagsschulprogramm verfolgen bereits verschiedene Forschungsprojekte das Ziel, den Bildungserfolg im Übergang zu weiterbildenden Schulen. So wird das Nationale Bildungspanel Erkenntnisse darüber liefern, inwiefern Schule, Familie, Gleichaltrige und die Lernumgebung sich auf den Lernerfolg auswirken. Der Entwurf eines Nationalen Interventionsprogramm Sprachförderung von der Kindergartenzeit bis zur Sekundarstufe I setzt dabei an, unzureichende Sprachkenntnisse zu verbessern.
Die Studie ist in der BMBF-Reihe Bildungsforschung als Band 34 erschienen. Sie ist online abrufbar unter:
http://www.bmbf.de/pub/bildungsforschung_band_vierunddreissig.pdf
Quelle: BMBF
07.06.2010
Echo 2010: Die deutsche Sprache geht auf Reisen
Im Rahmen des Projekts „Echo 2010“ wird die deutsche Sprache weltweit auf Reisen geschickt. Ausgestattet mit einem Koffer und einer Weltkarte macht sie Halt in acht Staaten. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, wird das Projekt am Mittwoch (09.06.) um 09.30 Uhr im Lichthof des Auswärtigen Amts starten.
Staatsministerin Cornelia Pieper sagte hierzu:
„Es gibt viele gute Gründe, Deutsch zu lernen und dafür wollen wir mit dieser Aktion werben: die deutsche Sprache ist der Schlüssel zu einem wirtschaftlich attraktiven Markt, zur weltweit vernetzten deutschen Wirtschaft. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zu einem der besten Bildungssysteme der Welt und zu über 350 Hochschulen, und nicht zuletzt ist die deutsche Sprache der Schlüssel zu einer großen europäischen Kulturtradition.“
Zur Auftaktveranstaltung werden Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schulen in Manila, Peking und Quito den Kartenbereich Europa mit ihren Lieblingswörtern und passenden Illustrationen gestalten. Frau Staatsministerin Pieper wird die Karte signieren und ihr Lieblingsbuch als ersten „Sprachgegenstand“ in den Koffer legen. Anschließend wird der Koffer von DHL abgeholt und zur ersten Station Südafrika transportiert.
An jeder Reisestation des Koffers finden Projekte rund um die deutsche Sprache statt. Geplant sind u.a. Aktionen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, ein Besuch der EXPO in Shanghai, sowie die Teilnahme an einem Hip-Hop Workshop in Japan und an Festen zur deutschen Sprache, wie in Nowosibirsk in Russland.
Unterstützt wird die Aktion von Rimowa und DHL.
Quelle: Auswärtiges Amt
05.05.2010
Matschie: "Gemeinschaftsschule als Chance für neue Schulkultur"
Fachleute begleiten Einführung
Erfurt, 21.04.2010
"Die Thüringer Gemeinschaftsschule eröffnet die Möglichkeit für eine neue Schulkultur. Das Interesse ist überall im Freistaat sehr groß." Mit diesen Worten bilanziert Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, die Diskussions- und Informationsveranstaltungen, die in den vergangenen Wochen zu der neuen Schulart stattgefunden haben.
Seit der Vorstellung des Konzepts der Thüringer Gemeinschaftsschule seien Vertreter des Ministeriums mit mehr als 1.000 Pädagogen, interessierten Eltern, Vertretern von Schulträgern und Kommunalpolitikern zusammengekommen. Zu der Frage, was die neue Schule bedeute und was sie bringe, habe es großen Informationsbedarf gegeben. "Gleichzeitig haben wir von Praktikern und Eltern zahlreiche Anregungen erhalten, die wir in die Vorbereitung der Gemeinschaftsschule einfließen lassen", so Matschie.
Eine große Rolle hätten neben den Fragen zur Schulstruktur das längere gemeinsame Lernen bis Klasse 8 sowie das pädagogische Konzept gespielt. Hier gehe es in der Gemeinschaftsschule darum, das individuelle Lernen und die individuelle Förderung jedes Schülers deutlich zu stärken. Dabei spielen sowohl das Arbeiten mit Lernprojekten als auch das Lernen in Gruppen eine wesentliche Rolle. Nach Matschies Worten soll dadurch die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. "Wer das Lernen nicht als notwendiges Übel, sondern als Chance versteht, der wird in der Schule bessere Ergebnisse erzielen und seine beruflichen Startbedingungen verbessern", so Matschie. Darin sehe er ein wesentliches Ziel der Thüringer Gemeinschaftsschule.
Der Minister verweist darauf, dass ein Beirat die Einführung der Thüringer Gemeinschaftsschule begleite. Dem Gremium gehören Schulleiter, Lehrer, Vertreter von Eltern und Schulträgern sowie Fachleute aus Gewerkschaften, Kirchen und der Wissenschaft an. Auch Bildungspolitiker aus dem Thüringer Landtag nehmen an den Sitzungen teil. Auf der heutigen Beratung berichten Vertreter aus Schleswig-Holstein und Sachsen über ihre Erfahrungen mit dem längeren gemeinsamen Lernen.
Von Mai bis Mitte Juni können sich Thüringer Schulen, die an der Pilotphase Thüringer Gemeinschaftsschule teilnehmen wollen, bewerben. Diese startet mit dem neuen Schuljahr. Im Herbst soll die Novelle des Schulgesetzes im Thüringer Landtag beraten werden.
Pressemeldung: Thüringer Kultusministerium
Quelle: Bildungsklick.de
23.04.2010
Mietzuschüsse an Lehrkräfte im Ausland sollen überprüft werden
Rechnungsprüfungsausschuss
Berlin: (hib/MIK) Die Mietzuschüsse an Lehrkräfte im Ausland sollen überprüft werden. Dies beschloss der Rechnungsprüfungsausschuss am Freitagmorgen einstimmig.
Grundlage der Entscheidung war ein Bericht des Bundesrechnungshofes (BRH). Danach finanziert das Auswärtige Amt (AA) die Tätigkeit von 1.120 Lehrkräften an den deutschen Schulen im Ausland. Diese würden neben ihrem bisherigen Grundgehalt aus dem inländischen Schuldienst unter anderem eine monatliche Mietzuwendung erhalten. Diese solle die Mehrkosten für die Miete einer angemessenen Wohnung im Ausland ausgleichen. Sie richte sich nach einer im AA für die jeweiligen Schulort festgesetzten pauschalierten Miete.
Bis zum Jahr 1998 habe das AA den Eigenanteil der Lehrkräfte analog den Regelungen für Bundesbedienstete berechnet. Diese würden grundsätzlich 18 Prozent ihrer Inlandsbezüge zu den anerkannten Mietkosten im ausländischen Dienstort beitragen. Für die Auslandsdienstkräfte habe das AA dagegen 1999 Festbeträge eingeführt. Diese seien nicht mehr an die steigenden Grundgehälter der Lehrkräfte angepasst worden. Hierdurch liege der Eigenanteil der Lehrkräfte durchschnittlich etwa 150 Euro monatlich unter denjenigen der Bundesbediensteten. Mietzuwendungen an die Auslandsdienstkräfte seien dementsprechend zu hoch.
Die Mehrbelastungen für den Bundeshaushalt aus den zu hohen Mietzuwendungen würden jährlich etwa 1,8 Millionen Euro betragen. Die Fortführung der bisherigen Praxis würde zu weiteren finanziellen Nachteilen von etwa 150.000 Euro monatlich führen, so der BRH.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 129
21.04.2010
Unesco: "Bildung für nachhaltige Entwicklung" stärker voranbringen
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung
Berlin: (hib/TEP/HIL) Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist noch nicht überall in der Bildungswirklichkeit angekommen. Das sagte Walter Hirche, Präsident der deutschen Unesco-Kommission am Mittwochvormittag im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. ”Bei der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung geht es nicht um ein zusätzliches Unterrichtsfach in den Schulen“, sagte Hirche, ”es ist vielmehr ein neuer inhaltlicher Ansatz, der systematisch verankert werden muss.“ Wichtige Ziele dieses Bildungsansatzes seien unter anderem, innovatives Denken zu fördern und Schüler auf andere Weise zu motivieren. Dazu müssten die Lehrpläne weiterentwickelt und die Lehrerausbildung verändert werden. ”Schülern, Eltern, aber auch Unternehmen muss deutlich gemacht werden, dass es sich nicht nur um einen nützlichen Ansatz handelt, sondern um einen notwendigen“, sagte Hirche. Frustration und Lernunwilligkeit der Schüler ließe sich so entgegenwirken. ”Bildung für eine nachhaltige Entwicklung will die Ausbildungsfähigkeit junger Menschen in ihrer Gesamtheit erreichen“, erläuterte Hirche.
Praktische Beispiele für Bildung für nachhaltige Entwicklung nannte Gerhard de Haan, deutscher Vorsitzender der UN-Dekade ”Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die 2005 begonnen und allein in Deutschland rund 1.000 Projekte ausgezeichnet hat, die sich mit dem Thema beschäftigen. In Baden-Württemberg gebe es etwa das Beispiel einer Förderschule, deren Schüler die Firma ”Wolle“ gegründet haben. ”Die Schüler sind Teilhaber der Firma. Sie stellen Artikel aus Wolle her, verkaufen sie und kooperieren mit lokalen Unternehmen“, erklärte de Haan das Prinzip. ”Das bedeutet einen komplexen Wissenserwerb, wie er sonst kaum möglich sei“, sagte er.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 117
26.03.2010
Regierung: Ausgaben für Auswärtige Kulturpolitik 2008 bei rund 1,3 Milliarden Euro
Auswärtiges/Unterrichtung
Berlin: (hib/ALM/STO) Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben 2008 insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik aufgewendet. Dies geht aus ihrem Bericht zur Auswärtigen Kulturpolitik hervor, den sie als Unterrichtung (17/970) vorgelegt hat. Damit sei im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 9,5 Prozent zu verzeichnen. ”Für den Kulturhaushalt des Auswärtigen Amtes standen davon 658 Millionen Euro zur Verfügung,“ schreibt die Regierung. Dies bedeute zum dritten Mal in Folge eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr.
Als Beispiele der Initiativen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik nennt die Bundesregierung unter anderem das Projekt ”Schulen: Partner der Zukunft. Das Ziel, das Netzwerk der Schulen im Ausland mit Deutschunterricht auf 1.000 auszuweiten, sei bereits Ende 2008 erreicht worden, betont die Regierung und ergänzt, bis 2010 sollten es 1.500 werden. ”Für das Jahr 2009 stellte der Bundestag für diese Initiative knapp 55 Millionen Euro bereit“, heißt es in der Unterrichtung. Ferner schreibt die Regierung, dass die Deutsche Welle (DW) eine wichtige Rolle bei der Förderung des Deutschlandbilds spiele. Die Angebote der DW erreichten wöchentlich 85 Millionen Menschen. Auch die Goethe-Institute, der Deutsche Akademische Auslandsdienst und die Alexander von Humboldt-Stiftung werden als wichtige Bestandteile der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands genannt.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 095
18.03.2010
Pressemitteilung
Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik konstituiert
Der Auswärtige Ausschuss hat in seiner 8. Sitzung am 9. Februar 2010 beschlossen, gemäß § 55 GOBT für die 17. Wahlperiode vier Unterausschüsse einzurichten, darunter den Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (UA AKBP).
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses hat am 16. März 2010 den Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik konstituiert.
Nach der Konstituierung des Unterausschusses wurden Dr. Peter Gauweiler (CDU/CSU) zum Vorsitzenden und Harald Leibrecht (FDP) zum stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt.
Wie in der 16. Wahlperiode sind im UA AKBP neben Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses auch Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien vertreten.
Quelle: Pressereferat Deutscher Bundestag
17.03.2010
90 Prozent der Studienanfänger durch Studienplatzbörse vermittelt
Bildung und Forschung/Antwort
Berlin: (hib/ALM/BOB) An der neu geschaffenen Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz haben sich nach Angaben der Bundesregierung insgesamt 199 Hochschulen beteiligt. Dies geht aus ihrer Antwort (17/708) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der SPD (17/573) hervor. ”Diese Hochschulen nehmen circa 90 Prozent aller StudienanfängerInnen auf“, heißt es weiter. Die Bundesregierung schreibt weiter, dass sich die Hochschulen im Vorfeld auf einheitliche Termine geeinigt haben, zu denen die regulären Zulassungsverfahren spätestens abgeschlossen sein sollten. ”Die noch frei gebliebenen Studienplätze konnten dann auf einer bundesweiten Informationsplattform erneut angeboten werden“, heißt es in der Antwort.
Auf die Frage, welche Erkenntnisse die Regierung aus der Einrichtung der Studienplatzbörse gezogen habe, schreibt sie: ”Die Studienplatzbörse erbrachte als Zwischenlösung die erwarteten merklichen Verbesserungen beim Zulassungsverfahren für Studieninteressierte“. Die Notwendigkeit des Projektes ”Dialogorientiertes Serviceverfahren für die Hochschulzulassung“ sei dennoch gegeben. Dieses vollständig neu organisierte Serviceverfahren werde wie geplant am 1. April 2011 betriebsbereit sein und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 15 Millionen Euro unterstützt.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 77
16.03.2010
Neue Beauftragte und Koordinatoren im Auswärtigen Amt
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat in Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die folgenden Personalentscheidungen getroffen. Die formelle Befassung des Bundeskabinetts ist für den 31. März vorgesehen.
1. Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit wird Hans-Ulrich Klose. Er ist seit 1983 Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 2003 Vorsitzender der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe und derzeit stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.
2. Neuer Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt wird Markus Löning.
3. Er war von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und engagiert sich seit Jahren für Menschen- und Bürgerrechtsfragen.
4. Botschafter Michael Steiner wird neuer Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan. Michael Steiner war bislang deutscher Botschafter in Italien.
Bereits berufen sind Dr. Andreas Schockenhoff, MdB, als Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit, Staatsminister Werner Hoyer, als Beauftragter für die deutsch-französischen Beziehungen sowie Staatsministerin Cornelia Pieper, als Koordinatorin für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit.
Quelle: Auswärtiges Amt
03.03.2010
Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
Bundesminister Westerwelle: "Die Welt von morgen mitgestalten!"
Bundesaußenminister Guido Westerwelle stellte heute im Bundeskabinett den 13. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vor.
Dazu erklärte Bundesminister Westerwelle heute (03.03.):
"Aufgabe der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ist es, die Welt von morgen mitzugestalten. Mit der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vermitteln wir unsere Werte ganz unmittelbar. Mit Staaten, die die Menschenrechte achten und rechtsstaatliche Standards einhalten, können wir wirtschaftlich wie politisch berechenbar zusammenarbeiten.
Ziel der verschiedenen Programme ist es, Deutschland vorzustellen und Interesse an unserem Land und unserer Sprache zu wecken. Deshalb habe ich vor wenigen Tagen den Startschuss für die Kampagne „Deutsch - Sprache der Ideen“ gegeben."
Der Bericht bietet einen umfassenden Überblick über Aufgaben und Tätigkeiten des Auswärtigen Amts und der Kulturmittler und beschreibt in kurzen, informativen Texten beispielhafte Projekte.
Quelle: AA
26.02.2010
Auswärtiges Amt: Ansprache des Bundesaußenministers Westerwelle zur Veranstaltung „Die deutsche Sprache in der Welt – Eine Hommage“ , 25.02.2010, Berlin
- es gilt das gesprochene Wort -
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich werde meine Rede auf Deutsch halten.
Deutsch ist eine wunderschöne Sprache. „Abendrot“ und „Morgenstern“, „Blütenstaub“ und „Alpenglühen“, bei diesen Worten springen Ohr und Seele vor Freude auf und klatschen Beifall. Deutsch kann also sehr blumig sein.
Sprache ist nicht allein das, was man sagt, sondern es ist auch wichtig, wie man etwas sagt. Das nennt man dann „Duktus“. „Duktus“ beschreibt charakteristische Eigenschaften bei Wortwahl, Satzbau, Aussprache und Betonung. Sie wissen, jeder hat seinen eigenen Duktus. Sprache kann verbergen, was man meint. Sprache kann aber auch offenbaren, was man verbergen wollte. Man kann Sprache bewusst so einsetzen, dass man nicht verstanden wird. Denken Sie an zwei Ärzte, die sich über ihren anwesenden Patienten unterhalten. Das gibt es auch in der Politik. Sprache kann da rein und da raus gehen, ohne irgendetwas zu hinterlassen oder Sprache kann beschäftigen. Dann muss sie auf den Punkt sein.
Der Abend heute ist eine „Hommage“. Wir hätten auch von einem Ehrerweis oder einer Lobpreisung sprechen können. Aber wir müssen nicht. Deutsch ist selbstbewusst genug, sich mit Worten aus anderen Ländern bestens zu vertragen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Deutsche Außenpolitik ist werteorientiert und interessengeleitet. Das sind keine Gegensätze. Besonders klar wird das in unserer Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik:
Mit der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vermitteln wir unsere Werte ganz unmittelbar. Und gerade die Vermittlung dieser Werte liegt in unserem ureigenen Interesse. Mit Staaten, die die Menschenrechte achten, die Rechtsstaatlichkeit entwickeln, können wir politisch wie wirtschaftlich berechenbar zusammenarbeiten. In einem Rechtsstaat können sich Unternehmen darauf verlassen, dass sie ihre Investitionen vor Gericht verteidigen können, wenn es notwendig ist. Gegenüber Staaten, mit denen wir ökonomisch und gesellschaftlich eng verbunden sind, können wir Differenzen offen ansprechen und Lösungen finden. Interessen und Werte sind kein Gegensatz, sondern verantwortungsvolle Außenpolitik, das ist beste Tradition unseres Landes, und bringt beides zusammen.
Wer für Rechtsstaatlichkeit eintritt, eröffnet Freiheitsräume für Menschen. Ideen, die man in einem Goethe-Institut frei diskutiert, sind Ideen, für die man manchmal zwei Häuser weiter ins Gefängnis geworfen werden kann. Diese intellektuelle Freiheit zu fördern, ist ein Auftrag, den Deutschland erfüllen will und dem ich mich auch ganz persönlich verpflichtet fühle.
Aufgabe der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ist, die Welt von morgen mitzugestalten. Cornelia Pieper weiß ich dabei an meiner Seite. Wir nehmen das sehr Ernst in diesem Amt. Schon eine einzige Zahl zeigt Ihnen die Bedeutung der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, was sehr viele, wenn sie über Auswärtige Politik lesen und reden, gar nicht wissen: 2009 investierte die Bundesrepublik fast 750 Millionen Euro in dieses Politikfeld. Das sind etwa ein Viertel des gesamten Haushaltes des Auswärtigen Amtes. Nur wenn der Dialog zwischen den Kulturen gelingt, werden wir auf Dauer in Frieden und in Freiheit leben können.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wer eine Sprache spricht, begegnet sich mit wechselseitigem Respekt. In den Ländern Mittel- und Osteuropas ist Deutsch eine Sprache der Jugend. In Polen lernen gegenwärtig über 2,3 Millionen Menschen Deutsch. Über die Sprache und über die Kultur vermitteln wir ein zutreffendes Bild des Deutschlands von heute. Ein Deutschland, das für Offenheit und Freiheit, für Toleranz und Werte, für Erfolg und Leistungsbereitschaft, für Bildung und Innovationen steht.
Auch in Polen ist der Trend zu Englisch sichtbar. Das ist Realität. Wer wollte das leugnen. Und auch wir fördern Mehrsprachigkeit. Wir wollen, dass mehr deutsche Jugendliche Polnisch lernen, also genau anders herum. Mehrsprachigkeit ist der Schlüssel zu einer europäischen Identität, die die gewachsene Vielfalt unseres Kontinents achtet. Deutsch als Sprache im Herzen. Deutsch als Sprache im Herzen Europas. Sie ist ein wichtiger Teil unserer europäischen Identität.
Und ich möchte Ihnen ein ganz aktuelles kleines Beispiel nennen, woran wir auch die politische Bedeutung unserer schönen Sprache erkennen können. Ich habe mich heute Nachmittag mit einem Amtskollegen aus Skopje getroffen - mit Antonio Milošoski. Mit ihm verantwortet ein ausgesprochener Freund Deutschlands die Außenpolitik Mazedoniens. Er ist nicht nur ein Freund, sondern auch ein Kenner unseres Landes. Er kam als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Deutschland. Natürlich haben wir heute Deutsch miteinander gesprochen, es wären auch andere Sprachen möglich gewesen und Dolmetscher haben wir auch.
Sie sehen, Deutsch und das deutsche Bildungssystem, das ist eben kein Karrierehindernis und das wollen wir vielen jungen Menschen auch in der Welt zeigen. Das Beispiel meines Amtskollegen zeigt, dass Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Menschen dauerhaft an Deutschland binden kann. Diese Bindung beginnt mit der Sprache. Deutsch ermöglicht individuelle Chancen. Es öffnet den Weg zu einem der besten Ausbildungssysteme der Welt und stärkt natürlich auch den Wissenschaftsstandort Deutschland. Deutsch eröffnet die Möglichkeit auf eine wissenschaftliche Karriere in mehr als 350 Hochschulen, die zum Teil, wie wir alle wissen, Weltruf genießen. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur deutschen Literatur, zur Musik, Philosophie und Wissenschaft, zum Reichtum großer europäischer Kulturtraditionen und natürlich auch zur größten Volkswirtschaft Europas. Aus allen diesen Gründen lernen über 14 Millionen Menschen Deutsch. Keine andere Sprache ist in Europa für mehr Menschen Muttersprache als unsere Heimatsprache. Wir wollen noch mehr Menschen und gerade junge Menschen für Deutsch begeistern, nicht aus einem Dünkel heraus oder aus Chauvinismus, sondern weil es zur Vielfalt dazugehört. Das gilt vor allem für die schnell wachsenden Volkswirtschaften in Asien. Besonders in Indien ist das Potential und das Interesse an Deutsch und an einem Studium in Deutschland enorm.
Konkret: Mit der Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“ haben wir das bisher größte Sprachförderprojekt mit einem weltweiten Netz von fast 1.500 Partnerschulen aufgelegt. Das sind Schulen, die in ihren Ländern für Qualität stehen und sehr begehrt sind. Deswegen freue ich mich sehr, dass ich mit Ihnen heute Abend diese Idee, diese Kampagne „Deutsch – Sprache der Ideen“ beginnen kann.
„Deutsch – Sprache der Ideen“ ist der Titel der gemeinsamen Kampagne des Auswärtigen Amtes und seiner Partner. Das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Pädagogische Austauschdienst, das Institut für Auslandsbeziehungen und die Deutsche Welle, sie alle sind hier im Raum vertreten. Sie alle begrüße ich herzlich und bedanke mich für ihre Anwesenheit.
Das Kampagnenjahr bietet weltweit Sprachkurse und Bildungsmessen, die Partnerschulinitiative, Universitätspartnerschaften und auch Stipendien.
Ich danke allen, die zu dieser Kampagne beigetragen haben. Danken möchte ich auch den Berliner Festspielen für die Gestaltung des heutigen Abends.
Als Gäste begrüße ich Stipendiaten und Alumni des <abbr title="Deutscher Akademischer Austauschdienst">DAAD</abbr>, stellvertretend für die 35.000 <abbr title="Deutscher Akademischer Austauschdienst">DAAD</abbr>-Stipendiaten jährlich. Seien Sie sehr herzlich alle willkommen. Und ich möchte schließen mit einem Zitat aus Jutta Limbachs schönem Buch "Hat Deutsch eine Zukunft?". Sie schreibt dort und ich zitiere wörtlich: "In vielen Zungen zu reden, verspricht intellektuellen Gewinn. Hätten wir auf Erden nur eine Sprache, wir hätten uns bald nichts mehr zu erzählen".
Ich freue mich mit Ihnen auf einen schönen Abend.
Quelle: AA
25.02.2010
Bundesminister Westerwelle startet Deutsch-Kampagne
Heute startet die weltweite Kampagne „Deutsch - Sprache der Ideen“. In einer Auftaktveranstaltung im Berliner „Radialsystem“ sprechen Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann. Dazu erklärte Bundesminister Westerwelle heute (25.02
„Deutsch ist die Sprache im Herzen Europas. Keine andere Sprache ist in Europa für mehr Menschen Muttersprache. Sie ist der Schlüssel zu über 350 deutschen Universitäten und Hochschulen, zur größten Volkswirtschaft Europas. Mit unserer heute beginnenden Kampagne wollen wir jungen Menschen Lust machen, Deutsch zu lernen.
Deutschland steht für Technologie und Design, Kreativität und Qualität. Der Standort Deutschland ist international gefragt. Die deutsche Sprache bietet Chancen für eine Ausbildung in einem der besten Bildungssysteme der Welt. Sie ist der Zugang zur deutschen Literatur, Musik, Philosophie und Wissenschaft, zum Reichtum großer europäischer Kulturtraditionen – und nicht zuletzt der Schlüssel zur Verwirklichung der eigenen Ziele und Ideen.“
Quelle: AA
24.02.2010
Lust auf Deutsch machen
Mit der Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" will Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland fördern. Staatsministerin Pieper stellte die Kampagne im Auswärtigen Amt vor. Deutsch ist die meistgesprochene Sprache in Europa.
Fast 15 Millionen Menschen sprechen und lernen Deutsch als Fremdsprache. Allerdings ist die Zahl der Deutschlerner in den letzten Jahren zurückgegangen. Pieper nannte diesen Trend ein "alarmierendes Zeichen", dem die Bundesregierung entgegentreten wolle. Denn Sprache sei eine Grundlage für den Aufbau guter Beziehungen zwischen Staaten.
Die Etablierung von Deutsch als Fremdsprache hänge entscheidend davon ab, so Pieper, dass es gelinge, Mehrsprachigkeit als wertvolle Grundlage kultureller und wirtschaftlicher Entwicklung zu verankern. Auch auf europäischer Ebene müsse die Initiative hierzu ergriffen werden. Sprachprojekte seien "Generationenprojekte" und bedürften langfristiger Investitionen. Um Sprachpolitik auch künftig offensiv gestalten zu können, müsse die finanzielle Ausstattung der Sprachförderung langfristig gesichert werden.
"Deutsch - Sprache der Ideen" soll weltweit Lust machen, Deutsch zu erlernen. Der Titel der Initiative knüpft an die erfolgreiche Kampagne "Deutschland - Land der Ideen" an, die begleitend zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für Deutschland geworben hatte. Mit Projekten und Veranstaltungszyklen auf der ganzen Welt wollen das Auswärtige Amt und seine Partner für die deutsche Sprache werben.
Deutsch - die meistgesprochene Sprache Europas
Über 100 Millionen Menschen haben Deutsch als Muttersprache. In Europa wird keine Sprache häufiger gesprochen. Als Fremdsprache wird Deutsch vor allem über die Schulen vermittelt: Allein 12,8 Millionen Schüler lernen außerhalb der Bundesrepublik Deutsch.
Regional sind die meisten Deutsch-Lerner in Polen zu finden (2,35 Millionen), gefolgt von Russland (2,3 Millionen) und Frankreich (1,2 Millionen).
Ohne die verschiedenen Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kulturpolitik wäre die Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" nicht denkbar. Wichtiges Instrument ist auch ein weltweites Netzwerk an "Partnerschulen", das Zugang zur deutschen Sprache und Bildung ermöglichen und Interesse am Deutschland von heute wecken soll. Umfasste das Netzwerk vor zwei Jahren noch 500 Schulen, so ist es heute auf stolze 1.420 angewachsen.
Pieper betonte, dass der Einsatz für die deutsche Sprache auch immer Werbung für den Wissenschafts- und Hochschulstandort Deutschland sei. Daher bemühe sich "Deutsch - Sprache der Ideen" gerade auch in Ländern, in denen bereits viele Menschen Deutsch lernen, um Sichtbarkeit. So touren beispielsweise fünf "Deutsch-Wagen" durch Polen, die bei polnischen Lehrern, Eltern, Schülern und Studenten für die deutsche Sprache werben.
Auch in der Europäischen Union will sich die Staatsministerin für die deutsche Sprache einsetzen und eine Stärkung des Deutschen bei den zentralen Brüsseler Institutionen erreichen.
Quelle: AA
15.02.2010
Bundesregierung: 13 Milliarden Euro mehr im Jahr 2015 für Bildung und Forschung
Bildung und Forschung/Antwort
Berlin: (hib/SPL/JOH) Bund und Länder haben sich auf ein gemeinsames Ziel bei der Bildungsfinanzierung geeinigt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/640) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/455) hervor. Zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts sollen bis 2015 in Bildung und Forschung investiert werden, schreibt die Regierung. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten im Jahr 2015 zusätzlich 13 Milliarden Euro aufgebracht werden. Der Bund sei bereit, sich mit einer Quote von 40 Prozent an diesen Mehrkosten zu beteiligen.
Die Bundesregierung erklärt ferner, dass sie derzeit an einem Gesetzentwurf zur Sicherung und Ausweitung des BAföG arbeite. So sollen die Freibeträge um drei Prozent und die Bedarfssätze um zwei Prozent angehoben werden. Die finanzielle Förderung der Studierenden basiere auf den drei Säulen BAföG, Stipendien und Bildungsdarlehen. Die Regierung achte darauf, dass die Instrumente so aufeinander abgestimmt werden, ”dass keines auf Kosten des anderen geht“.
Die sogenannten Zukunftskonten für jedes neu geborene Kind sollen ”ein Angebot der Bundesregierung zum Bildungssparen“ darstellen. Eine frühzeitige Anlage von Sparvermögen könne die Finanzierung der privaten Bildungskosten erleichtern und zusätzliche Anreize durch öffentliche Mittel schaffen. Der Bundesregierung geht es laut Antwort darum, dass ”frühzeitig auf diesen Finanzierungsbedarf hingewiesen“ wird und private Aufwendungen anerkannt werden.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 038
10.02.2010
Laut Regierungsentwurf soll der Bildungs- und Forschungsetat in diesem Jahr über 10,91 Milliarden Euro verfügen können und damit um 702,27 Millionen Euro gegenüber 2009 ansteigen. Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass das Ziel, ab 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung und Forschung auszugeben, erreicht werde. Weiter wies sie darauf hin, dass noch nie so viele junge Menschen in Deutschland ein Studium aufgenommen hätten wie heute: 43 Prozent eines Jahrgangs würden zur Zeit studieren. Dies zeige, dass der Hochschulpakt wirke.
Die Sprecher der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP wiesen darauf hin, dass der Etatentwurf 2010 ein Übergangshaushalt sei. Trotzdem sei es gelungen, erste Akzente zu setzen. Mit neuen Programmen solle dafür gesorgt werden, dass immer mehr Schüler einen Abschluss machen und die Zahl der Abbrecher bei der beruflichen Lehre abnehme. Der Sprecher der SPD-Fraktion wies darauf hin, dass jetzt geerntet werde, was vor Jahren auf den Weg gebracht worden sei. Er forderte eine zusätzliche Exzellenzinitiative für ”Lehre“ und setzte sich für eine Erhöhung des Bafögs ein. Unterstützung fand er dabei bei Bündnis 90/Die Grünen und der Linksfraktion. Die Sprecherin der Grünen hielt den Hochschulpakt für unterfinanziert und forderte ein Bafög für Erwachsene. Die Linksfraktion setzte sich unter anderem dafür ein, das nationale Stipendienprogramm zu streichen. Dabei handele es sich um Elitenförderung.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 036
10.02.2010
Berlin: (hib/CHE/HIL) Die auswärtige Bildungspolitik soll in den kommenden Jahren weiter intensiviert werden. Das machte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, am Dienstagnachmittag im Ausschuss für Kultur und Medien deutlich. In der Sitzung stand der Einzelplan 05 des Auswärtigen Amtes zur auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zur Diskussion.
Bildung sei der Schlüssel dafür, gerade bei jungen Menschen ein Zeichen für eine weltoffene, tolerante Politik zu setzen, betonte Pieper. Als Beispiel hob sie vor allem die Bildungsinitiativen für Afghanistan hervor. ”Nur eine Bevölkerung, die Zugang zu Bildung hat, kann den Aufbau eines Landes voranbringen“, sagte Pieper. Zustimmung erhielt sie in diesem Punkt von allen Fraktionen im Ausschuss. Für einen Strategiewechsel in Afghanistan hin zu einem stärker zivilgesellschaftlichen Engagement seien Investitionen in Schulen und Bildungsprojekte von entscheidender Bedeutung, lautete die einhellige Meinung der fünf Fraktionen.
Und noch für ein anderes Projekt erhielt die Staatsministerin eine positive Rückmeldung aus dem Ausschuss: für den Plan, das sogenannte Weimarer Dreieck zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit um eine Kulturagenda zu erweitern. Eine solche Agenda könne dem Weimarer Dreieck eine neue Qualität geben. Dazu gehöre, der Zusammenarbeit mit Polen auf kulturellem Gebiet künftig den gleichen Stellenwert wie den deutsch-französischen Kulturbeziehungen zu geben.
Unverständnis über Kürzungen bei kleineren Ausgabenposten wie den Filmfestspielen Oberhausen äußerten SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Die Vielfalt der Kulturlandschaft Deutschland werde auch erheblich von kleinen Projekten geprägt, hieß es aus den Fraktionen. Ein Vertreter des Ministeriums betonte jedoch, dass gerade bei den eher kleinen Kürzungsposten, die sich beim Oberhausener Filmfest auf 10.000 Euro belaufen, noch einmal nachgebessert würde. Auch hinsichtlich der geplanten Streichung von 2,5 Millionen Euro bei den politischen Stiftungen sei noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Die Union störte vor allem, dass bei den Übersetzungsfonds 40.000 Euro gestrichen werden sollen. Das sei gerade deshalb problematisch, weil sowohl der Kulturausschuss als auch die Enquetekommission Kultur des Bundestages eine Aufstockung der Mittel beschlossen beziehungsweise empfohlen hätten.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 033
05.02.2010
Bundesregierung informiert über KfW-Gebäudeprogramme
Verkehr und Bau/Antwort
Berlin: (hib/SPL/MIK) Die Förderung energetischer Sanierung und energieeffizienter Neubauten durch die KfW-Gebäudeprogramme erreichte 2009 ein neues Rekordvolumen von 8,9 Milliarden Euro. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/490) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/356) hervor. Auch die Nachfrage für Einzelmaßnahmen aus den KfW-Programmen habe 2009 ein Rekordniveau erreicht.
Die privaten Haushalte stellen laut Regierungsangaben die größte Investorengruppe an der Gesamtförderung dar. Seit der Einführung der CO2-Gebäudesanierungsprogramme konnten insgesamt 7.237.000 Tonnen CO2 eingespart werden, heißt es weiter. Die Nachfrage nach Energieberatung sei zudem von 12.000 Beratungen im Jahr 2005 auf 40.000 Vor-Ort-Energieberatungen im Jahr 2009 angestiegen. Seit dem Start der KfW-Infrastrukturprogramme im Januar 2007 seien insgesamt 561 Darlehen mit einem Kreditvolumen von 230,8 Millionen Euro zugesagt worden. Diese Kreditmittel nutzten überwiegend die Kommunen und gemeinnützigen Vereine.
Die KfW-Programme seien als lernende Programme angelegt, um diese auf Grundlage von Evaluierungen zu verbessern und zu vereinfachen. Bereits 2009 seien die Programme überarbeitet worden. Derzeit finde erneut eine Prüfung weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Fördereffizienz statt.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 030
01.02.2010
BMBF/KMK: Bund und Länder stärken Bildungsforschung und -monitoring
Schavan und Spaenle setzen bildungs- und forschungspolitisches Signal /
Bund und Länder investieren jährlich zusätzliche 2,6 Mio. Euro in
Bildungsmonitoring und Bildungsforschung
„Heute ist ein guter Tag für Bildungsforschung und Bildungsmonitoring“. Mit diesen Worten
kommentierten Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Präsident der
Kultusministerkonferenz (KMK), der Bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle, am Montag
in Berlin den Beschluss, die PISA-Studien künftig von einem Verbund namhafter
Bildungsforschungsinstitute durchführen zu lassen. „Mit dieser Entscheidung stärken wir
nicht nur unsere Forschungskapazitäten in diesem Bereich, vor allem werden wir
international sichtbarer und können stärker Einfluss auf die Gestaltung der Untersuchungen
nehmen“, so Schavan und Spaenle weiter.
Darüber hinaus haben sich Bund und Länder verständigt, den unter Federführung des
Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) erstellten Bericht
„Bildung in Deutschland“ zu verstetigen. „Mit diesem Bericht haben wir innerhalb kurzer Zeit
ein zentrales Referenzdokument für die bildungspolitische Diskussion geschaffen, das bei
allen Beteiligten hohe Akzeptanz genießt“, sagten Schavan und Spaenle. Insgesamt sei
Deutschland beim Ausbau von Bildungsforschung und -monitoring damit auf einem guten
Weg. „Je genauer wir wissen, wo genau das Problem liegt und wie eine Maßnahme wirkt, umso besser werden die Wirkungen unserer Maßnahmen sein“, so die Bundesministerin.
Deshalb habe das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderung der empirischen Bildungsforschung in den letzten Jahren erheblich ausgeweitet. Beispielsweise belegten mehrere Untersuchungen im Bereich der Sprachförderung, dass die Förderung möglichst früh einsetzen müsse, um Misserfolge beim Schulanfang zu vermeiden. Schavan: „Diesen Ergebnissen tragen wir zum Beispiel mit der konsequenten Stärkung der frühkindlichen Bildung Rechnung“.
Präsident Spaenle: „Die Umsetzung beider Vorhaben wird es Bund und Ländern in gemeinsamer Anstrengung ermöglichen, die bereits erreichte Exzellenz der deutschen Bildungsforschung noch weiter auszubauen. Gleichermaßen erhält damit die seit dem Jahr 2006 umgesetzte Gesamtstrategie der Kultusministerkonferenz zum Bildungsmonitoring eine stabile institutionelle Grundlage."
Die Durchführung von Vergleichsstudien im Bildungsbereich auf nationaler und internationaler Ebene und die darauf bezogene Bildungsforschung in Deutschland werden zukünftig aufeinander abgestimmt arbeiten können. Dabei bilden die Arbeiten des von den Ländern bereits im Jahre 2004 etablierten Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) die nationale Säule, welches unter anderem das Erreichen der nationalen Bildungsstandards im Ländervergleich überprüft. Eine internationale Säule wird Large Scale Assessment-Studien im internationalen Vergleich durchführen. Zugleich werden Bildungsforschung und wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert.
Hierfür wird ein sogenannter „PISA-Verbund“ zwischen der Technischen Universität München (TUM), dem Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main und dem Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel etabliert. Die Gesamtverantwortung für das nationale Projektmanagement für PISA wird bei der School of Education an der TU München unter der Leitung von Professor Dr. Manfred Prenzel liegen.
Präsident Spaenle: „Mit diesen Einrichtungen konnten drei exzellente Standorte mit herausragenden Wissenschaftlern gewonnen werden, die bereits in den bisherigen PISA-Studien ihre hohe wissenschaftliche Qualität bewiesen haben.“
In die internationale Säule und die Durchführung von PISA investieren die Länder insgesamt 1,8 Mio. Euro, das BMBF 1,2 Mio. Euro. Für die zusätzliche Bildungsforschung in Ankoppelung an die Assessments stellt das BMBF eine weitere Mio. Euro bereit. Insgesamt investieren BMBF und Länder damit jährlich zusätzliche 2,6 Mio. Euro in Bildungsmonitoring und Bildungsforschung. Die Laufzeit der Förderung beträgt insgesamt sechs Jahre und soll zum 01.01.2011 beginnen.
Quelle: BMBF-Pressemitteilung Nr. 013/2010
29.01.2010
Pressemitteilung: Rede von Staatsministerin Cornelia Pieper zur Auftaktveranstaltung des DAAD-Programmes "Public Policy and Good Governance" am 28.01.2010 an der Hertie School of Governance, Berlin
„Deutsche Außenpolitik, akademischer Austausch und Good Governance“
- Es gilt das gesprochene Wort -
Sehr geehrter Herr Generalsekretär, lieber Herr Dr. Bode,
sehr geehrter Herr Direktor Professor Anheier,
liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten,
ich freue mich sehr, dass Sie mich eingeladen haben, heute mit Ihnen an der Hertie School of Governance Ideen auszutauschen über "Deutsche Außenpolitik und Good Governance".
Sie, Herr Professor Anheier, sind ein renommierter Vertreter der Soziologie. Darum will ich beginnen mit zwei Zitaten des Mitbegründers der Soziologie, Max Weber: In seiner Bekenntnisschrift „Wissenschaft als Beruf“ befand er vor mehr als 90 Jahren, dass die Wissenschaft der „Selbstbestimmung und Erkenntnis tatsächlicher Zusammenhänge“ diene. Dem stellte er in seiner noch berühmteren Schrift „Politik als Beruf“ den Begriff der Politik gegenüber: Sie sei „ein Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung“.
Dem hinzufügen kann man aber auch Worte von Fürst Otto von Bismarck, der sagte: „Die meisten Professoren irren sich, wenn sie die Politik für eine Wissenschaft halten,die Politik ist vielmehr eine Kunst.“
Meine Damen und Herren,
ich spreche als Politikerin zu Ihnen, den Vertretern der Wissenschaft.
Doch wissenschaftliche Selbstbestimmung und Erkenntnis einerseits, und politisches Handeln andererseits, sind für mich - entgegen Max Webers Definitionen - keine Gegensätze. Schon gar nicht, wenn man seine eigene bisherige politische Aufgabe der Wissenschaft gewidmet hat und heute der Auswärtigen Kultur-, Wissenschafts- und Bildungspolitik. In einer vernetzten Welt können Wissenschaft und Politik keine unterschiedlichen Welten sein. Wissenschaft und Politik, insbesondere Außenpolitik, müssen eng verknüpft sein.
Für mich ist die Nähe von Hertie School an der Friedrichstraße und Auswärtigem Amt am Werderschen Markt nicht nur räumliche Nähe. Redner aus dem Auswärtigen Amt können nach nur ein paar Schritten in Ihrer Eingangshalle stehen, die besten Köpfe der Hertie School nach wenigen Schritten im Lichthof des Auswärtigen Amtes.
Ich wünsche mir, dass wir auch Ideennähe pflegen. Sie sind willkommen! Denn wir brauchen Ihre Ideen für unsere Arbeit, wir wollen den Austausch von Wissenschaft und Politik!
Quelle: Auswärtiges Amt
27.01.2010
Experten: Mehr Geld für die Lehre an Hochschulen notwendig
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (Expertengespräch)
Berlin: (hib/SKE/LEU) Die Bilanz zur europaweiten Hochschulreform, dem sogenannten Bologna-Prozess, ist am Mittwoch Vormittag im Bildungsausschuss gemischt ausgefallen. Vier Experten machten in einem Fachgespräch erneut deutlich, dass die Hochschulen wesentlich mehr Geld bräuchten, um die Lehre zu verbessern und einen Anstieg der Studierendenzahlen zu verkraften.
Anja Gadow vom Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) bemängelte die Schwierigkeiten, die sich bei einem Hochschul- oder Studiengangwechsel ergäben. ”Die Mobilität funktioniert auf internationaler Ebene besser als auf innerdeutscher“, sagte Gadow. Es gebe eine solche Fülle von Studiengängen, dass die im Bologna-Prozess anvisierte Vergleichbarkeit nicht möglich sei. Das führe auch zu Problemen, wenn Studierende beispielsweise im dritten Semester in einen anderen, aber ähnlich aufgebauten Studiengang wechseln wollten. Oft seien sie gezwungen, wieder ”bei Null“ anzufangen. Sie forderte einen Ausbau des BAföGs und eine Anhebung der Altersgrenze für Bezugsberechtigte. ”Stipendien helfen bei der Studienfinanzierung nur wenig“, sagte Gadow.
Die Bilanz von Professor Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister in Sachsen-Anhalt und Vertreter der Kultusministerkonferenz (KMK), fiel positiver aus. ”Wir sollten uns hüten, alles nur schlecht zu reden“, mahnte er. Die Umstellung von Magister- und Diplomstudiengängen auf Bachelor und Master sei für Deutschland ein größerer Schritt gewesen als für die europäischen Nachbarn, weil das System ein völlig anderes sei. Zum Wintersemester 2009/2010 seien fast 80 Prozent der Studiengänge umgewandelt gewesen. Ein Problem sei die Verschulung der neuen Fächer. Die KMK habe ”mit großem Nachdruck“ die Hochschulen gebeten, die Prüfungszyklen zu überprüfen, damit ”die Studenten auch einmal zur Ruhe kommen“, sagte Olbertz.
Nach den Worten von Professor Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, sind viele Probleme ”der jahrzehntelangen Unterfinanzierung des Hochschulwesens“ geschuldet. Er forderte mehr langfristige Stellen für Professoren und Tutoren, um die Qualität der Lehre verbessern zu können. Mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr sei zusätzlich notwendig. Er sprach sich daher für ein gemeinsames Programm von Bund und Ländern aus. Notwendig sei auch ein Ausbau der ”räumlichen Infrastruktur“ der Hochschulen, um die Lehre zu verbessern. Neben Professuren mit einem Schwerpunkt auf Lehre, die gleichzeitig attraktive Karrieremöglichkeiten böten, sowie mehr Tutoren sei ein gut dotierter Preis für den besten Lehr-Professor wünschenswert, sagte Strohschneider.
Unterstützung erhielt er von Professor Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz. ”Der Bologna-Prozess ist die tiefgreifendste Reform seit 200 Jahren“, sagte Wintermantel. Für eine Bewertung sei es noch sehr früh. Immerhin studierten jetzt drei Viertel aller Erstsemester in Bachelor- und Masterstudiengängen, insgesamt seien es 43 Prozent aller Studenten. Die Abbrecherquote in den Geistes- und Kulturwissenschaften sei gesunken. Die Studenten seien Umfragen zufolge positiv davon angetan, dass nun neben inhaltlichen auch ”überfachliche“ Kompetenzen vermittelt würden, um auf das Berufsleben vorzubereiten. ”Wir brauchen Kompetenzzentren, um neue Formen der Lehre und von Prüfungen zu entwickeln“, forderte Wintermantel.
Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 018
20.01.2010
Bundeshaushalt: Sieben Prozent mehr für Bildung und Forschung
Der Haushalt für Bildung und Forschung wächst in diesem Jahr um 6,9 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Die Stärkung dieser Zukunftsinvestitionen sei „das beste Rezept, um auf einen stabilen Wachstumspfad zurückzukommen“, sagte Forschungsministerin Annette Schavan am Dienstag (19. Januar) im Bundestag. Die Opposition kritisierte, dass der Zuwachs für Bildung und Forschung hinter der allgemeinen Haushaltssteigerung von 7,3 Prozent zurückfalle.
Die Ausgaben des Bundes für den Hochschulpakt zur Schaffung von zusätzlichen Studienplätzen steigen 2010 auf 509 Millionen Euro, gegenüber 384 Millionen in diesem Jahr. Für den im Herbst vorgesehenen Start des Nationalen Stipendienprogramms werden die Mittel für die Begabtenförderung des Bundes um mehr als 90 Millionen auf insgesamt 255 Millionen Euro erhöht. Darin enthalten ist auch ein höheres Büchergeld für die Stipendiaten der Begabtenförderungswerke.
Die Ausgaben für die Modernisierung und Stärkung der Beruflichen Bildung werden nahezu verdoppelt und belaufen sich laut Haushaltsentwurf der Bundesregierung auf mehr als 190 Millionen Euro.
Die Zuwendungen für die großen Forschungsorganisationen steigen um 3,9 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro. Schavan sagte, noch sei die Wirtschafts- und Finanzkrise, von der Deutschland aufgrund seiner Exportorientierung besonders stark betroffen sei, nicht ausgestanden. Sie wolle deshalb die Hightech-Strategie der Bundesregierung in den nächsten Jahren weiterentwickeln und auf die wichtigsten gesellschaftlichen Bedarfsfelder ausrichten. Dabei nannte sie Gesundheit, Mobilität, Kommunikation, Klima und Energie sowie Sicherheit.
Quelle: dpa



